Dein Dia-A.N.K.E.R.

In 5 erprobten Schritten zum dauerhaften Dia-Erfolg

2025 bekam der Wissenschaftler Joel Mokyr den Wirtschaftsnobelpreis, weil er historisch nachgewiesen hatte: Nicht die bloße Erfindung führt zu langfristigem Fortschritt und zu Innovationen. Vielmehr ist es die Entschlüsselung der Funktionsfähigkeit und die (wissenschaftliche) Reproduzierbarkeit der Erfindung. Mit Dampf wurde bereits vor tausenden von Jahren experimentiert. Jedoch erst im 18. Jahrhundert kam James Watt auf die Idee, eine reproduzierbare Maschine zu bauen und, der weitere elementare Aspekt, sie systematisch zu vertreiben. Denn Wissen zu haben, aber zu verstecken, führt zu keinem Fortschritt.

Beim Lesen dieser Begründung des Nobelpreis-Komitees dachte ich an meine Erfahrungen mit Typ 1 Diabetes. Seit meiner Diagnose befinde ich mich auf Forschungsreise mit mir selbst als Probandin. Nach Jahren der Arbeit an wissenschaftlichen Forschungsprojekten und später als Produktmanagerin liegt es quasi in meiner DNA, alles systematisieren zu wollen. Und zwar mit meiner eigenen NI (natürlichen Intelligenz) und keiner KI. Einerseits, um den Sachverhalt zu verstehen. Andererseits aber auch, um den Erfolg wiederholbar zu machen. Zuerst für mich.

Nach 18 Monaten überwältigend positiver Fortschritte bei meinem Diabetesmanagement habe ich beschlossen, diese Erkenntnisse auch für andere Betroffene systematisch aufzubereiten. Dabei kam dieser 5-Schritte-A.N.K.E.R. heraus. Wenn er auch nur einer Person nachhaltig helfen kann, dann hat es sich gelohnt.

"Vom Gluko-Kick zum Gluko-Tal, mit DiaMo ganz ohne Qual."
AKZEPTANZ der Erkrankung

Wir haben Typ 1 Diabetes, das können wir leider nicht mehr ändern. Die Auswirkungen dieser Krankheit zu vernachlässigen, schadet ausschließlich uns selbst. Es hat jedoch auch positive Aspekte, denn es könnte eine noch schlimmere Krankheit oder eine andere Autoimmunkrankheit sein. Diese können wir immerhin aktiv in unserem Sinne steuern, viele andere Krankheiten jedoch nicht.

NAHRUNG bewusst erleben

So wie die Diagnose in erster Linie eine psychologische Herausforderung ist, ist es in zweiter Linie eine Herausforderung der Ernährungsweise. Und der Bewegung.

Im zweiten Schritt nach der Akzeptanz der Krankheit ist es wichtig, sich auf positive Weise mit der eigenen Ernährung zu beschäftigen und in ihr den zentralen Schlüssel zum Dia-Erfolg ohne Gluko-Kicks zu erkennen.

KONZEPT erstellen

Erfolgreicher Umgang mit Typ 1 Diabetes ist nicht das Ergebnis von Einzelmaßnahmen, sondern erfordert einen strukturierten, in sich stimmigen Ansatz. Die Planung von Mahlzeiten, die Abwägung, wann welche Tätigkeiten und Lebensmittel zuträglich sind – und wann nicht. Und besonders wichtig: Das enge Umfeld, ob Familie, Freunde oder die Arbeitskollegen, es ist wichtig, Schlüsselpersonen mit einzubeziehen.

ERFOLGSKURS definieren

Die Definition von exakt formulierten Zielen ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg. Was möchte ich in welchem Zeitraum erreichen? Welche Blutwerte benötige ich, um langfristig drohende Krankheiten (Herzschwäche, Probleme mit Augen und Gliedmaßen) zu vermeiden?

ROUTINEN entwickeln

Mit Typ 1 Diabetes ist es erfolgsrelevant, die bestehenden Gewohnheiten zu verändern und (neue) Gewohnheiten zu schaffen und – wo notwendig – die bestehenden anzupassen.

Eine erfolgversprechende Möglichkeit ist es, regelmäßige, feste Zeiträume zur Ernährungsplanung zu schaffen.