NeU am 01.09.2026: Top 3 DiaMo-Rezepte August

Und was sind nun diese Gluko-Kicks?


Warum Gluko-Kicks?
Basierend auf meinen positiven Erlebnissen, die ich erstmals im Frühjahr 2024 mit einer neuen, nährstoffdichten Ernährungsweise sammelte, wollte ich das Erlebte in eine systematische Formel packen. Meine Formel sollte griffig, gut verständlich, nachvollziehbar und nachahmbar sein. Dabei stolperte ich immer wieder über viel zu sperrige Begriffe zu langwierig hohen Blutzuckerwerten: lange Überzuckerung, Hyperglämie, Blutzucker-Ausreißer, sehr hohe Blutzucker-Spitzen, hohe Glukosewerte und und und.
Zuerst recherchierte ich online und fragte in meinem Freundeskreis nach Ideen. Dann stellte ich mich mit Flyern zu einem befreundeten Verkäufer auf einen Berliner Markt und fragte Betroffene nach ihren Erfahrungen, Ideen und Bedürfnissen. Jedoch fand ich nichts Griffiges, dafür jedoch sehr viel Redebedarf und Verunsicherung bei Betroffenen und deren engem Umfeld.
So fanden die Gluko-Kicks zu mir
Unverhofft kam eines Tages eine Nachbarin vorbei, um sich aufgrund ihres Auszugs zu verabschieden. Da auch sie durch meine Partys und Verkostungen der blutzucker-freundlichen Buffets meine Aktivitäten kannte, fragte sie mich nach dem aktuellen Stand bei DiaMo. Ich erzählte ihr von meinem Kampf gegen die hohen Blutzuckerwerte – was man bei einem Abschied halt so bespricht. Sie war begeistert von meinem, wie sie es wörtlich nannte, „Kampf gegen die Gluko-Kicks“. Sofort wusste ich: das ist er, der Begriff, den ich seit Monaten suchte. Umgehend notierte ich ihn, recherchierte online nach Konkurrenz, fand jedoch keine bisherige offizielle Verwendung für diesen Begriff. Ich entschied mich, ihn zu übernehmen.
So wurde mein Kampf gegen die Gluko-Kicks und meine Mission für Typ 1 Diabetiker geboren: Kick auch du die Gluko-Kicks aus deinem Leben. Ich hoffe, meine Erkenntnisse helfen auch dir dabei: für ein unbeschwertes Leben mit Typ 1.


Abb. 1: 24 Std. Blutzucker mit Gluko-Kicks vor meiner Ernährungsumstellung
Abb. 2: 24 Std. Blutzucker ohne Gluko-Kicks nach meiner Ernährungsumstellung


Meine derzeitigen Werte - Stand August 2026
78 % im Zielbereich: so gut wie noch nie. Und gleichzeitig ist mein durchschnittlicher Glukosewert so hoch wie in den vergangenen vier Monaten nicht.
Im Mai waren es 77 % im Zielbereich bei einem durchschnittlichen Glukosewert von 143 mg/dL. Und jetzt im August: 78 % im Zielbereich und 147 mg/dL im Durchschnitt.
Auf den ersten Blick passt das nicht so recht zusammen. Mehr Zeit im Zielbereich und gleichzeitig ein höherer Durchschnittswert? Eine einzelne Zahl erzählt nie die ganze Geschichte. Und manchmal erzählen sogar zwei Zahlen aus demselben Zeitraum unterschiedliche Geschichten. Die 78 % freuen mich natürlich. Gleichzeitig sehe ich die 147 mg/dL und weiß: Mein durchschnittlicher Glukosewert ist gestiegen. Beides stimmt. Beides gehört zu meinem August.
Früher hätte ich wahrscheinlich versucht, daraus sofort eine Bewertung zu machen: besser oder schlechter, Erfolg oder Rückschritt. Heute schaue ich anders darauf. Ich sehe die Zahlen zunächst einmal als das, was sie sind: Informationen.
Denn Typ 1 Diabetes lässt sich nicht einfach in einer einzigen Kennzahl zusammenfassen. Es gibt Tage, an denen vieles erstaunlich gut läuft. Und dann gibt es Tage, an denen ich die Welt, also die Werte, nicht mehr verstehe. Manchmal weiß ich ziemlich genau, warum meine Werte reagieren. Manchmal nicht. Auch das gehört zum Alltag mit Typ 1.
Genauso sieht Diabetesmanagement im echten Leben aus: Es gibt Fortschritte, Schwankungen und Veränderungen, die nicht immer nachvollziehbar sind. Und genau deshalb bleibt auch im August mein entscheidender DiaMo-Punkt gleich:
Diabetes muss nicht perfekt funktionieren. Aber wir können lernen, immer besser mit ihm zu leben.
Abb. 3: Verteilung Blutzuckerwerte August 2026


Meine derzeitigen Werte - Stand Juli 2026
Drei Monate, drei Screenshots und fast identische Werte: 77 %, 76 % und jetzt wieder 77 % im Zielbereich.
Früher hätte mich das wahrscheinlich enttäuscht. Keine sichtbare Verbesserung. Kein neuer Rekord. Heute sehe ich das anders.
Denn Typ-1-Diabetes ist kein Videospiel, bei dem man von Level zu Level aufsteigt. Gute Werte entstehen nicht dadurch, dass man irgendwann alles verstanden hat und von da an automatisch die richtigen Entscheidungen trifft. Sie entstehen jeden Tag aufs Neue.
Jede Mahlzeit ist anders. Jeder Tag verläuft anders. Mal bewege ich mich mehr, mal weniger. Mal esse ich zu Hause, mal unterwegs. Und gerade die letzten Wochen waren mit mehreren Reisen alles andere als Alltag. Genau dort gehören für mich auch ein Eis, ein Restaurantbesuch oder andere kleine Ausnahmen dazu.
Dass meine Werte trotzdem über drei Monate so stabil geblieben sind, zeigt mir vor allem eines: Wenn die Grundlagen im Alltag stimmen, lassen sich solche besonderen Momente oft erstaunlich gut auffangen. Nicht immer perfekt. Aber häufig deutlich entspannter.
Genau deshalb veröffentliche ich diese Zahlen. Nicht, um Perfektion zu zeigen. Sondern weil sie für mich bestätigen, dass die Strategien, über die ich auf DiaMo schreibe, auch außerhalb des heimischen Esstisches funktionieren.
Die 80 % bleiben mein Ziel. Noch wichtiger ist mir aber, dass mein Diabetes mein Leben begleitet – und nicht bestimmt.
Abb. 4: Verteilung Blutzuckerwerte Juli 2026


Meine derzeitigen Werte - Stand Juni 2026
Im letzten Monat habe ich begonnen, meine Blutzuckerwerte auf DiaMo öffentlich zu teilen. Nicht als eine abgeschlossene Erfolgsgeschichte, sondern als Einblick in einen Weg, der jeden Tag als Typ 1er weitergeht. Denn dieser Weg bleibt nicht stehen – und er verläuft auch nicht gleichmäßig.
Im Mai lag ich bei 77 % im Zielbereich.
Im Juni sind es 76 %.
Nach außen wirkt diese Veränderung unspektakulär, für mich erzählt sie jedoch viel über Typ 1 Diabetes. Auch wenn mein Weg seit zwei Jahren "nach oben" verläuft und sich die Werte stetig verbessern, merke ich in solchen Phasen besonders, dass gute Werte kein „Endzustand“ sind. Sondern etwas, das sich immer wieder neu einpendelt. Manche Tage laufen erstaunlich rund. Andere bringen wieder mehr Korrekturen, erfordern mehr Aufmerksamkeit, mehr Reaktion.
Und vor allem: Im Alltag sind es, wie so oft im Leben, ganz kleine Dinge, die dabei eine Rolle spielen. Zum Beispiel Obst – besonders im Sommer. Denn ich liebe frisches Obst wirklich sehr. Oder um es (leicht abgewandelt) mit Loriot zu sagen: Ein Leben ohne Obst ist möglich aber sinnlos.
Und dann passiert es eben auch, dass ich mehr esse, als ich vorher beim Insulin wirklich eingeplant habe. Einfach, weil es gut schmeckt. Und weil ich es genieße. Das sehe ich nicht als Rückschritt. Das ist der ganz normale Typ 1er Alltag.
Und genau deshalb teile ich diese Werte öffentlich: Nicht, weil sie perfekt sind. Sondern weil sie zeigen sollen, dass auch Stabilität im echten Leben Schwankungen hat.
Klar möchte meine Werte weiter verbessern – auch die 80 % sind ein Ziel, das ich im Blick habe. Aber ohne den Anspruch, alles darauf auszurichten. Denn mein Leben ist mehr als eine Zahl.
Und genau deshalb bleibt der wichtigste DiaMo-Punkt gleich:
nicht Perfektion – sondern ein Alltag, der sich gut leben lässt.
Abb. 5: Verteilung Blutzuckerwerte Juni 2026


Meine derzeitigen Werte - Stand Mai 2026
Schon länger wollte ich meine Blutzuckerwerte auf DiaMo veröffentlichen, doch irgendwie kam immer etwas dazwischen. Seit meiner Ernährungsumstellung im Frühjahr 2024 hat sich vieles verändert - und meine Werte gleich mit.
Ich erinnere mich noch gut an meine Reha im Herbst 2023. Dort sollte ich meine Sensorwerte vorlegen – ich lag bei 59 % im Zielbereich zwischen 70 und 180 mg/dL. Für mich war das schon ein Erfolg, schließlich hatte ich mir über Jahre viel Mühe gegeben. Doch so richtig zufrieden war man mit mir nicht: Mindestens 60 % sollten es schon sein. Wie sollte ich das nur dauerhaft schaffen, fragte ich mich damals.
Kurze Zeit nach der Reha hatte ich einen Termin bei meiner Diabetes-Ärztin. Als sie auf meine Werte schaute, stieg der Schock noch einmal: Also 70 % sollten es schon sein, meinte sie. Oha! Sprachlos starrte ich sie an und konnte mir kaum vorstellen, dass ich das jemals erreichen würde.
Und heute? Heute liege ich mühelos bei 77 % im Zielbereich – und peile selbstbewusst die 80 % an. So können sich die Zeiten ändern, wenn wir bereit sind, unsere Entscheidungen zu hinterfragen, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und auf Lösungen von anderen zu warten.
Ich kann nur jeden ermuntern: Übernehmt die Verantwortung für eure Gesundheit – selbstbewusst, überzeugt und entschlossen.
DiaMo unterstützt euch gerne dabei – Schritt für Schritt.
Abb. 6: Verteilung Blutzuckerwerte Mai 2026
Wenn du beim Starten Unterstützung suchst
Wenn du darüber sprechen möchtest, wie du diese Prinzipien konkret auf deinen Alltag mit Typ 1 Diabetes anwenden kannst, kannst du dir jetzt ein kostenloses Kennenlerngespräch mit mir sichern.
Gemeinsam schauen wir, wo dein größter Hebel liegt – und wie du so starten kannst, dass es sich nicht zu schnell nach Veränderung anfühlt, sondern nach einem ersten Schritt, der wirklich machbar ist.




