Nährstoffe für die kalten Wintertage
Der Sommer ist bekannt für sein reichhaltiges Angebot an vitaminreichen Köstlichkeiten. Im Winter hingegen ist es mitunter herausfordernd, genug Nährstoffe auf den Teller zu zaubern. Mit den richtigen Rezepten wird jedoch auch Wintergemüse zu leckerem Genuss für Diabetiker und die ganze Familie.
Kohl, der einzigartige Allrounder
Kohl ist mit ca. 40 verschiedenen Sorten eines der vielfältigsten Lebensmittel in unseren Breitengraden und er hat es gerne kalt. Daher können wir uns in den kalten Wintermonaten auf die leckere Kohl-Saison freuen. Dabei ist Kohl nicht nur sättigend und sehr nährstoffreich, sondern enthält mit durchschnittlich ca. 5 % auch wenig Kohlenhydrate. Ob als Weißkohl, Spitzkohl oder Sauerkraut: so vielfältig wie die Sorten sind auch die Anwendungsmöglichkeiten. Fermentiert ist er zudem eine Wohltat für den Darm.
An (roter) Bete scheiden sich die Geister
Und mein Geist gehört definitiv dazu. Jahrzehntelang zählte ich rote Bete zu meinen Top 3 gehassten Lebensmitteln. Jedoch meinte ich gar nicht die Bete selbst, sondern ihre eingelegte Cousine aus den deutschen Supermärkten. Die Menge an Essig und Zucker waren wohl nichts für meine Geschmacksknospen. Ich erinnere mich noch lebhaft an mein Entsetzen, als sich Kollegen an der Salatbar in Kantinen den Teller mit einem großen Haufen sauer eingelegter roter Bete voll packten – was für ein schockierendes Erlebnis! Frische rote Bete kann jedoch viel mehr als das. Daher plädiere ich für eine ungehinderte Geschmacksentfaltung der Bete ohne Zucker und Essig.
Topinambur: der Geheimtipp im Winter
Wenig bekannt und in der Namensgebung durchaus exotisch, ist Topinambur eine (seit dem 17. Jahrhundert) heimische Knolle und wächst sogar oftmals in freier Wildbahn. Im Winter bekommt man ihn in vielen Supermärkten, jedoch – ähnlich wie Spargel im Frühjahr – überwiegend saisonal in den Wintermonaten. Er schmeckt nussig und kann den Geschmack eines Gerichts an sich reißen. Daher sollte man sich bewusst auf ihn einlassen und entsprechend mit Bedacht verwenden. Und wie ich von meiner Schwiegermutter gelernt habe: in der kongenialen Kombination mit frisch gepresstem Zitronensaft entfaltet er sein volles, besonderes Aroma.
Grünkohl, der Superhero unter den Superfoods
Grünkohl kann einfach alles. Er ist der Superfood-Superstar unter den Gemüsesorten mit vielen Vitaminen, Ballaststoffen, Mineralstoffen, Antioxidantien … und kaum Kohlenhydraten. Eigentlich sollte man jeden Tag Grünkohl essen, denn ihm werden sogar blutdrucksenkende Kräfte nachgesagt. Man muss ihn auch nicht gleich mit Grützwurst (Pinkel) verkochen, damit er schmeckt. Es gibt zahlreiche Varianten der Zubereitung, die vor allem mit den frischen Blättern genussvoll sind. Anders als bei Spinat finde ich die gefrorene Variante des Grünkohls sehr fade und greife vor allem jetzt in der Hauptsaison zu den frischen Blättern.
Download der Rezepte
Drei leckere Rezepte mit unterschiedlichem Wintergemüse und Schoko-Pudding: nährstoffdicht, sättigend und mit wenigen Kohlenhydraten hervorragend für Typ 1 Diabetiker geeignet.





