NeU am 01.09.2026: Top 3 DiaMo-Rezepte August

🥔 Bunter Kartoffelsalat
Unser traditionelles Familienrezept
🛒 Zutaten für ca. 18 Portionen
Gemüse & Basis
350 g mehlig kochende Kartoffeln
200 g Sellerieknolle
150 g Petersilienwurzel
450 g Karotten
ca. 1 l heißes Wasser
4 Eier
250 g Cornichons
100 g junge Tiefkühl-Erbsen
50 g rote Paprika
40 g Porree
Mayo-Sauce
130 g Mayonnaise (vorzugsweise polnische Mayonnaise, z. B. Majonez kielecki)
20 g scharfer Senf
2 TL Salz
frisch gemahlener Pfeffer
🔪 Zubereitung
1. Gemüse vorbereiten (am Vortag)
Kartoffeln, Sellerie, Karotten und Petersilienwurzel ungeschält in einen großen Topf geben und mit etwa 1 l Wasser zugedeckt ca. 30 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist. Gemüse ggf. mit einem Messer einstechen und prüfen, ob es weich genug zum Schneiden ist.
Anschließend abkühlen lassen, schälen und in kleine Würfel schneiden.
2. Eier und Cornichons vorbereiten
Während das Gemüse kocht, die Eier hart kochen.
Cornichons klein würfeln und anschließend etwa 30 Minuten in einem Sieb abtropfen lassen.
Die abgekühlten Eier schälen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
3. Salat ziehen lassen
Alle vorbereiteten Zutaten miteinander vermischen, salzen und zugedeckt über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Die Tiefkühlerbsen über Nacht in einem Sieb auftauen lassen.
4. Fertigstellen (am Festtag)
Paprika und Porree in sehr kleine Würfel schneiden.
Zusammen mit den abgetropften Erbsen zur Gemüsemischung geben.
Mayonnaise, Senf und reichlich frisch gemahlenen Pfeffer hinzufügen und alles gründlich vermischen.
5. Abschmecken und servieren
Den Salat vor dem Servieren nochmals mindestens eine Stunde kühl stellen.
Anschließend final abschmecken und nach Wunsch dekorieren.
📉 Darum ist das Rezept für Typ 1 sinnvoll
👉 Der Kartoffelanteil wurde reduziert und durch zusätzliches Gemüse ergänzt, wodurch die Kohlenhydratmenge im Vergleich zu klassischem Kartoffelsalat deutlich sinkt.
👉 Kartoffeln machen hier nur einen kleinen Teil des Salats aus. Der größere Anteil besteht aus Gemüse.
👉 Sellerie, Petersilienwurzel, Karotten und Erbsen sorgen trotzdem für die typische Bissfestigkeit, Süße und Vielfalt eines klassischen Gemüsesalats.
👉 Dadurch enthält eine Portion deutlich weniger Kartoffeln als ein klassischer Kartoffelsalat – ohne dass du auf den Charakter des Gerichts verzichten musst.
💉 Blutzucker-Tipps
👉 Die verwertbaren Kohlenhydrate stammen vor allem aus Kartoffeln, Karotten, Erbsen und den übrigen Gemüsezutaten und sollten bei der eigenen Berechnung berücksichtigt werden.
👉 Durch den deutlich reduzierten Kartoffelanteil fällt die Kohlenhydratmenge pro Portion geringer aus als bei vielen klassischen Kartoffelsalaten.
👉 Mayonnaise und Eier bringen Fett und Eiweiß in die Mahlzeit. Gerade in Kombination mit weiteren Bestandteilen eines Buffets oder Menüs kann sich dadurch der zeitliche Verlauf der Glukosewerte verändern.
🍽️ Alltag & Einsatzmöglichkeiten
✔️ Ideal für Familienfeste, Buffets und größere Runden.
✔️ Lässt sich komplett am Vortag vorbereiten.
✔️ Passt zu kalten und warmen Festtagsgerichten.
✔️ Besonders praktisch, wenn über mehrere Tage Gäste kommen: Der Salat steht einfach im Kühlschrank bereit.
🥡 Aufbewahrung & Vorbereitung
✔️ Das Gemüse kann bereits am Vortag gekocht und geschnitten werden.
✔️ Für längere Feiertage kannst du nur die benötigte Menge mit Mayonnaise vermischen und den Rest separat gekühlt aufbewahren.
✔️ Die noch nicht mit Mayonnaise vermischte Hälfte bleibt im Kühlschrank besonders praktisch für den nächsten Tag.
✔️ Fertig angerührten Salat gut verschlossen und durchgehend gekühlt aufbewahren und möglichst zeitnah verzehren.
💡 Extra-Tipps
Für den originalen Geschmack empfehle ich polnische Mayonnaise. Sie ist meist würziger als viele deutsche Varianten und gibt dem Salat seinen typischen Charakter.
Wer den Salat besonders fein und gleichmäßig mag, sollte Gemüse, Eier und Cornichons möglichst ähnlich groß würfeln.
Die Cornichons nach dem Würfeln gut abtropfen lassen. Sonst wird die Mayo-Sauce schnell wässrig.
😊 Persönliche Anmerkungen
Dieser Salat gehört in unserer Familie zu jedem größeren Familienfest oder Party. Das Rezept stammt wird seit Generationen weitergegeben und wird seit vielen Jahrzehnten in genau dieser großen Menge zubereitet. Nicht, weil wir besonders viel essen, sondern weil an Feiertagen immer jemand vorbeikommt. Familie, Freunde oder spontane Gäste – irgendwer greift eigentlich immer zur Salatschüssel. Genau das mag ich daran.
Der Salat wartet einfach im Kühlschrank, bis die nächsten Menschen am Tisch sitzen. Niemand muss noch schnell etwas kochen oder vorbereiten. Es ist immer etwas da, das alle gerne essen.
Für DiaMo habe ich das Familienrezept etwas angepasst und den Kartoffelanteil zugunsten von Sellerie, Petersilienwurzel und Karotten reduziert. Geschmacklich hat sich dadurch überraschend wenig verändert, der Salat wird aber deutlich kohlenhydratärmer und ist auch auf meinen polnischen Partys ein beliebter Klassiker.
An einer Sache habe ich allerdings nicht gerüttelt: In diesem Salat ist polnische Mayonnaise ein Muss.
Die Nährwertangaben sind rechnerisch kalkulierte Circa-Werte und können, in Abhängigkeit von den verwendeten Zutaten, variieren.
Nährwertangaben - Menge pro Portion
Portionsgröße: je 100 g
Kalorien: 95 kcal
Fette gesamt: 6,6 g
Cholesterin: 51 mg
Kohlenhydrate gesamt: 6,1 g
Ballaststoffe: 2,1 g
Zucker: 2,5 g
Eiweiß: 2,7 g
✔️ Für Diabetiker
✔️ Glutenfrei
✔️ Laktosefrei
✔️ Low Carb
✔️ Vegetarisch
Bunter Familien-Kartoffelsalat mit viel Gemüse, Cornichons und polnischer Mayonnaise. Weniger Kartoffeln, aber genauso cremig, würzig und festlich wie das Original unserer Familie.
Arbeitszeit: 1 Std.
Koch-, Backzeit: 30 Min.
🌟 Gästeliebling
Rezeptgeschichte: Der Salat, der nie ein Rezept war
Diesen Salat gibt es in unserer Familie schon, solange ich denken kann. Geburtstage, Feiertage, Familienfeiern – eigentlich gab es keine Gelegenheit, bei der er gefehlt hat. Wir haben schon immer gerne gefeiert und natürlich gehörte auch immer gutes Essen dazu.
Meine erste Aufgabe als Kind bei solchen Festen war irgendwann die Dekoration. Allerdings mussten wir relativ schnell feststellen: Das ist nicht unbedingt meine Stärke. Heute habe ich ich einen Begriff dafür: "Schön-Legasthenikerin". Ich kann lecker, aber schön ist nicht unbedingt mein Spezialgebiet.
Also übernahm ich irgendwann das Schnibbeln. Während das für meine Mutter eher eine lästige Arbeit war, hatte es für mich immer etwas Entspannendes. Kochen, schälen, kleine Würfel schneiden, und ganz nebenbei Gedanken sortieren – bis heute ist das für mich fast schon meditativ.
Nur hatte ich irgendwann ein kleines Problem: Ich konnte diesen Salat selbst nicht mehr sehen. Nicht, weil er nicht schmeckt, sondern weil ich ihn einfach schon so oft gemacht und gegessen hatte.
Jahre vergingen, dann kam die Studienzeit. Für eine Party sollte ich einen Kartoffelsalat mitbringen. Das Problem: Ich konnte keinen anderen. Also machte ich natürlich unseren Familiensalat.
An diesem Abend war ich allerdings noch zu einer zweiten Party eingeladen. Deshalb gab ich den Salat meiner Mitbewohnerin und folgte zunächst der anderen EInladung. Trotzdem war ich ziemlich gespannt: Würde ihn überhaupt jemand essen?
Ich hatte viele Zweifel. Diese vielen kleinen Würfel, die Mayonnaise, die Optik – vielleicht finden andere Leute ihn gar nicht so toll wie wir. Vielleicht bleibt die Schüssel komplett unangetastet. Als ich später zur zweiten Party kam, führte mein erster Weg daher direkt in die Küche. Ich wollte nur sehen, ob sich jemand an die Schüssel traute oder sie noch voll war.
Doch ich fand sie nicht.
Nach kurzem Suchen entdeckte ich eine Bekannte. In der einen Hand hielt sie die Schüssel, in der anderen einen Esslöffel und kratzte gerade die letzten Reste heraus.
Ich war völlig irritiert - wo war mein Salat hin?
Doch dann kam die Auflösung: "Was? Du hast den gemacht? Wie machst du den? Was kommt da rein?" Die Begeisterung war riesig. Die Leute waren völlig hin und weg von unserem ganz normalen Familiensalat. Für mich war er mittlerweile Alltag geworden – für andere war er der absolute Hit.
Nur hatte ich ein Problem: Ich konnte das Rezept nicht so erklären, wie es sich die anderen wünschten.
Wie viele Kartoffeln kommen hinein?
"So viel, dass der Boden vom Topf bedeckt ist."
Wie viel Gramm sind das?
"Keine Ahnung."
Wie groß ist denn der Topf?
"Es ist der aus meinem Schrank."
Und genauso ging es mit allen Zutaten weiter.
Wie viele Erbsen? So viele, dass die Farbe passt.
Wie viele Cornichons? So viele, dass es nicht zu sauer wird.
Es gab dazu kein Rezept. Das war die reine, von meiner Oma und Mutter an mich übergebene Erfahrung.
Und genau das war auch eine der größten Herausforderungen für mich bei DiaMo: Aus Kochen nach Gefühl ein Rezept zu machen. Mengen abwiegen, Schritte aufschreiben und aus einem Familiengericht etwas zu machen, das auch andere Menschen nachkochen können.
Vor zwei Jahren ist es mir endlich gelungen.
Und das Schönste daran: Der Salat ist immer noch unser Familiensalat und auch weiterhin der Hit auf meinen Partys. Nur kann ich ihn jetzt mit anderen teilen.








